Spenden
- Kollekteninformation - März und April 2010
- Osterverkauf des Bastelkreises Dreikönig - am 20. und 21. März 2010
- Hilfsaktion für Erdbeben in Haiti - Januar 2010
- Basare 2009 - Januar 2010
- Schmuckverkauf beim Gemeindefest - Oktober 2009
- Bastelkreisverkauf beim Museumsuferfest - Oktober 2009
- Weihnachtspäckchen für die Aktion Hoffnungszeichen - September 2009
- Von der Arbeit im Spendenausschuss - April 2009
- Gemeindlicher Förderverein besteht seit 50 Jahren - 01. Dezember 2008
- Neuer Service für Gottesdienstbesucher - „LASS DEINE LINKE HAND NICHT WISSEN, WAS DIE RECHTE TUT…“ - 19. November 2008
- Vortrag von Dr. Steinacker vom 1. Oktober 2008: "Das Lob der Großzügigkeit" - Oktober 2008
- 01. - 20. November 2008: Weihnachtspäckchen für die Aktion Hoffnungszeichen - 18. September 2008
- Spendenaktion "Brich mit dem Hungrigen Dein Brot" - August 2008
- Essensgutscheine: eine dramatische Entwicklung - 23. Mai 2008
- Neues aus dem Spendenausschuss - Mai 2008
- "Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb" oder: Was ist eigentlich Fundraising? - Januar 2008
- Spendenausschuss gegründet - Juli 2007
- LAZARUS Wohnsitzlosenhilfe e.V
- Evangelisches Hospital für palliative Medizin
- Uganda – eine Aufgabe. Kein Funk, kein Fernsehen. Ein Gespräch mit Heinz Georg und Inge Geldner
Kollekten
Wir danken herzlich für die Kollekten im März und April 2010 für
07.03.2010 - Unsere eigene Gemeinde
€ 362,39
14.03.2010 - „Hoffnung für Osteuropa“
€ 298,41
21.03.2010 - „Kirchen helfen Kirchen“
€ 328,52
28.03.2010 - Essensgutscheine
€ 753,86
01.04.2010 - Gründonnerstag: Essensgutscheine
€ 243,00
02.04.2010 - Karfreitag: Sozial- und Friedensarbeit
€ 686,17
03.04.2010 - Ostersamstag: Wohnsitzlosenhilfe „Lazarus“
€ 577,61
04.04.2010 - Ostersonntag: Kinder- und Jugendarbeit in Gemeinden, Dekanaten und EJW
€ 567,89
05.04.2010 - Ostermontag: Evangelisches Hospiz Frankfurt
€ 347,00
11.04.2010 - Evangelisches Jugendwerk
€ 297,30
18.04.2010 - Arbeitslosenfonds der EKHN
€ 323,86
25.04.2010 - Frauenhaus „Die Kanne“
€ 217,62
Die Kollekten Juni und Juli 2010
erbittet unsere Landeskirche für
06.06.2010 - Deutscher Evangelischer Kirchentag
13.06.2010 - Besondere Aufgaben wie Einzelfallbeihilfen, Familien in Not, u. a.
04.07.2010 - Flüchtlinge und Asylsuchende
18.07.2010 - Besondere gesamtkirchliche Aufgaben
Erbittet unsere Gemeinde für
20.06.2010 - Kirchenmusik der eigenen Gemeinde
27.06.2009 - Wohnsitzlosenhilfe „Lazarus“
11.07.2010 - Evangelisches Hospiz, FFM
25.07.2010 - Evangelisches Jugendwerk
20. und 21. März 2010
Osterverkauf des Bastelkreises Dreikönig
Alles war im Kirchenturmeingang schön aufgebaut und zur schöneren Präsentation waren zusätzlich Lampen aufgestellt. Die Gäste, die kamen, waren begeistert: von unseren Artikeln und den selbstgebackenen Osterhasenplätzchen in extra hergestellten Schachteln. Auch die selbstgekochte Marmelade wurde gerne mitgenommen.
Leider aber blieben viele Käufer aus; vielleicht lag es am Tag der offenen Tür der Stadt Frankfurt. So mussten wir einige unserer erarbeiteten Bastelartikel bis zum nächsten Osterverkauf wieder einpacken. Wenn auch der Samstag nicht den von uns erwünschten Umsatz ergab, so war der Sonntag im Martha-Haus erfreulicher. Allein unserem Kommen machte den Bewohnern eine Freude. Neben der Unterhaltung wurde vieles von unseren Tischen verkauft. Dabei wurden auch schon für unseren Weihnachtsverkauf Strumpfbestellungen aufgenommen.
Trotz nicht so großen Umsatzes konnten wir aus unserem Verkauf 350 EURO für die Essensgutscheine unserer Gemeinde abliefern. Schon jetzt möchten wir auf unseren Verkauf zum Museumsuferfest am 28. August 2010 hinweisen.
Gislinde Werb
^ Zum SeitenanfangJanuar 2010
Basare 2009
Das neue Jahr hat begonnen, die Weihnachtsferien sind zu Ende. In der Gemeinde beginnen nun wieder die verschiedenen Aktivitäten.
Ich möchte noch einmal
auf unsere Basare zurückblicken.
Dank vieler fleißiger
Helfer und der Arbeiten des Handarbeits-
und des Kreativ-Kreises
das gesamte Jahr über, konnten
vom Bergbezirk 2.420,85 Euro und vom Südbezirk 3.670,00 Euro an
die medizinische Ambulanz der Lazarus-Wohnsitzlosenhilfe überwiesen
werden.
Diese Einrichtung ist dringend auf Zuwendungen angewiesen,
um die so hilfreiche, notwendige Arbeit leisten zu können.
Allen, die auf die verschiedenste Weise zu diesem guten Basarergebnis beigetragen
haben, sei herzlich gedankt. Und nun mit frischen Kräften auf in
ein gutes neues Jahr. Wir hoffen wieder auf Ihre Mithilfe.
Für Spenden danken wir folgenden Firmen:
- Bäckerei und Konditorei „Schwarzer Ritter“, Ziegelhüttenweg 4
- Riedhof-Apotheke, Mörfelder Landstraße 195a
- Buchhandlung Meichsner und Dennerlein, Lokalbahnhof
- Jacques Wein Depot, Mörfelder Landstraße 6
- Fußpflege Ten, Mörfelder Landstraße 30
- Foto Wachendörfer, Adalbertstraße 31
- „Lorsbacher Thal“, Großer Rittergasse 49
- Weinhandlung Maison Lanz, Darmstädter Landstraße 92
- Fa. Flügel GmbH (Kerzen), Montabaur
- Fa. Wehrfritz GmbH, Bad Rodbach
- S. Fischer Verlag, Frankfurt
- C. Bertelsmann Verlag, München
Alle Bilder von dem Basar in Süd ansehen
Alle Bilder des vorweihnachtlichen Basars im Bezirk Berg ansehen
Erika Dauth
^ Zum SeitenanfangOktober 2009
Schmuckverkauf beim Gemeindefest
Auszug aus dem Dankesschreiben von Frau von Bethmann anlässlich der Spende, die durch den Schmuckverkauf bei dem Gemeindefest zustande kam:
"Wir sind Ihnen unendlich dankbar für Ihren erneuten Einsatz für Lazarus.. Wir benötigen ja seit je her allein schon für die Bewältigung der täglichen Arbeit finanzielle Unterstützung. Ich möchte Ihnen daher nochmals versichern, dass wir Ihre Spenden (von Gemeindefesten und Basaren) und die Kollekten der Dreikönigsgemeinde, wie wir es vor langer Zeit vereinbart haben, auch jetzt zweckbestimmt für die Arbeit der Medizinischen Ambulanz einsetzen."
Alle Bilder vom Gemeindefest ansehen
PSch
^ Zum SeitenanfangOktober 2009
Bastelkreisverkauf beim Museumsuferfest
erbrachte 450 Euro
Viele fleißige Helfer kamen zum Aufbau für unseren Verkauf zum Museumsuferfest.
Das Kuchenbüfett war reichlich gedeckt dank großzügiger Spenden. Der Tisch mit den Bastelartikeln war wunderschön gestaltet, gerne hätten wir mehr verkauft. Pünktlich um 13.00 Uhr konnte unser Verkauf dank tüchtiger Mitstreiterinnen beginnen. Erst schleppend, aber je näher die Orgelmeile kam, umso belebter wurde es abseits des Rummels, auf unserem Kirchplatz. Am Kuchenbüfett mit den leckeren, selbstgebackenen Kuchen standen die Besucher zeitweise Schlange. Aber es reichte für alle, bis zum Schluss. Um 18.00 Uhr wurde mit vielen Händen wieder abgebaut. Und weil alles so gut geklappt hat, waren sich alle, die dabei waren, einig, im nächsten Jahr „auf ein Neues“.
An alle, die an dem Erfolg beteiligt waren mit ihrer Hilfe und Kuchenspende, ein herzliches Dankeschön!
Der Erlös von 450 Euro kommt den Essensgutscheinen unserer Gemeinde und dem Verein Lebenswende e.V. zu Gute.
Gislinde Werb
^ Zum Seitenanfang01. - 20. November 2009: Aktion Hoffnungszeichen
Bei dieser Hilfsaktion des Malteser Hilfsdienstes wird auch die Dreikönigsgemeinde wieder teilnehmen. Kindern aus Bosnien, Rumänien, Kroatien und dem Kosovo, die keine Eltern mehr haben oder deren Eltern in Armut leben, sollen mit einem Weihnachtspäckchen eine Freude gemacht werden. Wer diese Aktion unterstützen möchte, kann vom 1. – 20. November 2008 ein Päckchen in unseren Gemeindebüros oder nach den Gottesdiensten abgeben.
Die Päckchen sollten weihnachtlich verpackt sein und eine Inhaltsangabe sollte außen auf dem Päckchen aufgeklebt werden.
Der Päckcheninhalt sollte folgender sein:- 1 Schokoladennikolaus
- 1 Tüte Gummibärchen oder Bonbons
- 2 Tafeln Schokolade
- 1 Spielzeug
- 1 Schachtel Kekse
Der Wert des Päckchens sollte 10 Euro nicht überschreiten.
Wir freuen uns auf viele Päckchen und danken jetzt schon für die Unterstützung !!
Natascha Schröder-Cordes
17. September 2009
April 2009
Von der Arbeit im Spendenausschuss
Sich im Spendenausschuss zu engagieren, bedeutet, sich mit dem großen Thema „Geben“ auseinanderzusetzen. Geben ist zugleich teilen. Teilen mit anderen, andere teilhaben lassen. Damit ist Geben beziehungsstiftend, ein aktiver Prozess. In einer Gabe verdichtet sich das Geben. Und Geschenke, Gaben und Spenden tun dem gut, der sie gibt und dem, der sie empfängt. Geschenke können berühren und bewegen, die Beschenkten erfreuen, fördern und beflügeln. Die Tugend der Freigiebigkeit ist in unserer Gemeinde an vielen Stellen zu bemerken und in vielen unterschiedlichen Formen sichtbar. Da werden konkrete Vorhaben in der Gemeinde und auch über die Gemeindegrenzen hinaus unterstützt. Da finden Vorhaben und Anliegen Unterstützung und darüber hinaus Ausdruck, Anerkennung und Überzeugung für eine Sache, die Menschen am Herzen liegt und deren Erhalt oder Fortführung sie sichern wollen. Da werden Sachspenden als eine sinnvolle und angemessene Unterstützung erfahren oder auch das kostbare Geschenk der Zeit für den anderen, das die Beziehungen fördert und die Integration der Menschen untereinander unterstützt.
Im Spendenausschuss geht es in unseren Überlegungen immer auch darum, welche Aktivitäten förderlich sein können, das Geben und Schenken zu unterstützen und damit einen Beitrag für die Vorhaben der Gemeinde zu leisten. Eine neu eingeführte Form für kleine und große Gaben ist der Kollektenumschlag. Wir möchten Sie als Gemeindemitglieder zur Großzügigkeit ermutigen, und wir freuen uns, wenn Sie von den Kollektenumschlägen regen Gebrauch machen. Auch die biblischen Worte, in denen Jesus seine Jünger mahnte zu spenden, den fröhlichen Geber, den Gott lieb hat, oder auch die Bitte um das tägliche Brot im „Vater Unser“ setzen sich mit dem Geben, Schenken und Beschenkt-werden auseinander und können Leitgedanken für uns sein.
L. Henning
^ Zum Seitenanfang01. Dezember 2008
Gemeindlicher Förderverein besteht seit 50 Jahren
Am 4. September 1958 wurde er gegründet: der „Aufbauverein Sachsenhäuser Bergkirche“. Am 21. September 2008 beging er sein 50jähriges Jubiläum mit einem Kantatengottesdienst und anschließendem Empfang. Inzwischen steht die Bergkirche seit 42 Jahren, die dazu gehörende Berggemeinde (1953-1996) ist wieder mit ihrer Muttergemeinde Dreikönigs fusioniert, aber der Verein arbeitet weiterhin zum Wohl der Gemeinde. Gemeindeaufbau ist an die Stelle des Kirchenaufbaus getreten. Und so fördert der Verein neben nötigen Verbesserungen und Anschaffungen für Kirche und Gemeindehaus heute vornehmlich die Arbeit der gemeindlichen Kindertagesstätte, der Kirchenmusik und der verschiedenen Sparten der Gemeindearbeit. Gerade konnte das Außengelände der Kita mit einem ansehnlichen Zuschuß des Vereins umfassend saniert werden, was Gemeinde, Elternschaft und Kinder am 19. September mit einem eigenen Fest begingen.
Gemeindepfarrer Thomas Sinning und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Dr. Jörg Tietze dankten dem Verein und seinem Vorstand für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken, das angesichts der geringer werden Haushaltsmittel der Kirche und der Schwierigkeiten bei der Erhaltung der kirchlichen Gebäude in Frankfurt wieder ganz wichtig geworden sei.
Dr. Klaus Würmell
Vorstand:
Peter Hofmann, Vorsitzender, Tel. 68609680
Dr. Klaus Würmell, Stv. Vorsitzender, Tel. 614370
19. November 2008
„LASS DEINE LINKE HAND NICHT WISSEN, WAS DIE RECHTE TUT…“
Neuer Service für Gottesdienstbesucher
..so lautet der Rat Jesu beim Almosengeben (s. Matthäus 6). Doch warum braucht die Kirche eigentlich Spenden? Jede Kirchengemeinde hat einen ordentlichen Haushalt, der je nach gemeindlicher Größe variiert. Aus diesem werden die laufenden Sach- und Personalkosten der Gemeinde gedeckt. Er ist übrigens für jedes Gemeindemitglied öffentlich einsehbar (Zeiten im Gemeindebüro erfragen). Zusätzlich werden in jedem Gottesdienst noch Spenden ein-gesammelt. Es sind die sogenannten "Kollekten", die für ganz verschiedene Bereiche kirchlicher Arbeit verwendet werden. Die meisten sind Pflichtkollekten und gehen von "Brot für die Welt" über "Evangelisches Jugendwerk" bis hin zu "Friedensarbeit in Israel" oder "Evangelische Weltmission".
Von ungefähr 60 Kollekten pro Jahr ist die Hälfte für die Dreikönigsgemeinde selbst bestimmt. Den jeweiligen Zweck legt der Kirchenvorstand vorher fest, ob für die Kirchenmusik, die Ausgabe von Essensgutscheinen an Bedürftige, die Sachsenhäuser Wohnsitzlosenhilfe "Lazarus e. V". oder die neu angeschaffte Lautsprecheranlage in der Dreikönigskirche. Bislang lief die Praxis des Einsammelns der Kollekte folgendermaßen: Wer sich von einer Kollekte so angesprochen fühlt, dass er gerne etwas spenden möchte, kann am Ausgang sein Geld in den Kollektenbeutel legen. Nachdem wir mehrfach darauf angesprochen wurden, möchten wir Ihnen nun zusätzlich eine neue Art und Weise des Spendens ermöglichen.
Der Kirchenvorstand hat dazu jetzt - zunächst für ein Jahr auf Probe - die Einführung sogenannter "Kollektenumschläge" beschlossen. An jedem Gottesdienstort sollen Briefumschläge für die Kollekte bereitliegen und auch vom Kirchendienst persönlich an die Gottesdienstbesucher verteilt werden. Sie können Ihr Geld in diesen Umschlag legen und Ihren Namen und Anschrift darauf vermerken. Wir möchten Ihnen so ermöglichen, diskret und gleichzeitig persönlich zu spenden. Übrigens: Falls Ihnen die neue Möglichkeit gefällt und Sie die Kollektenumschläge häufiger nutzen möchten, nehmen Sie am besten einige Umschläge "auf Vorrat" mit nach Hause, wo Sie Namen und Anschrift schon vorab in Ruhe eintragen können.
Die Kollektenumschläge werden nach jeder Kollekte im Gemeindebüro gesammelt, damit wir Ihnen am Ende des Jahres eine Spendenbescheinigung übersenden können. Natürlich ist das Spenden ohne Umschlag "nur" im Kollektenkörbchen auch weiterhin möglich. Die Umschläge sollen für Sie eine Hilfe sein, falls Sie meinen, dass außer Ihrer linken Hand auch das Finanzamt wissen sollte, was Sie uns gegeben haben. Wir hoffen, durch die Kollektenumschläge den Kontakt zu Ihnen zu vertiefen, und freuen uns darüber, wenn Sie die Arbeit der Dreikönigsgemeinde auch weiterhin unterstützen.
Heike Seidel-Hoffmann
^ Zum SeitenanfangKirchenpräsident Prof. Dr. Peter Steinacker
Das Lob der Großzügigkeit.
Eine theologische Orientierung zum Geben, Schenken und Stiften
01. Oktober 2008
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,
es ist für mich eine große Freude, endlich in diesem Jahr auf dem Fundraising-Forum Hessen-Nassau zu Ihnen sprechen und bei Ihnen zu sein. Frau Vasold hatte mich ja schon einige Male angefragt, hier teilzunehmen. Nun endlich, zum Ende meiner Amtzeit hat es geklappt, und darüber freue ich mich sehr.
1. Fundraising in der EKHN – eine kurze Bestandsaufnahme
Wenn man sich die Entwicklung des Fundraisings in der EKHN in den letzten zehn Jahren vor Augen führt, hat sich Unglaubliches bewegt. Wir waren ja die erste Landeskirche, die im Jahr 1999 ein Fundraisingbüro in der Kirchenverwaltung in Darmstadt eingerichtet hat, weil wir damals merkten, dass wir etwas für das freiwillige Geben, Schenken und Stiften in unserer Kirche tun müssen.
Heute nun, nach 10 Jahren hat sich dieses Feld rasant entwickelt: Die Gemeinden sind aufgebrochen und haben sich auf den Weg gemacht, die Zuweisungen der EKHN durch eigene Aktivitäten zu ergänzen. Es ist bewundernswert, wie viel Kreativität, Lebendigkeit und Phantasie, ja wie viel Aufbruch in den Gemeinden zu spüren ist, für die eigene Arbeit, den Kindergarten, die Orgel oder die Jugendarbeit zusätzliche personelle und eben auch finanzielle Ressourcen zu mobilisieren.
Wir hatten im letzten Jahr schon die zweite Bonifizierung, in diesem Jahr den dritten Durchgang, und es ist bewegend, wie viel Engagement in den Kirchengemeinden zu sehen ist und mit wie viel Herzblut sich die Menschen in unserer Kirche für ihre Kirche einsetzen.
Wir haben diesen Aufbruch von Anfang an begleitet und unterstützt, so gut wir es von Darmstadt aus leisten konnten. Wir haben inzwischen das Fundraisingbüro erweitert, Frau Vasold und Herr Bieber sind in den Gemeinden beratend und unterstützend tätig, wir haben die Stiftungsinitiative auf dem Weg gebracht, wir haben 25 Stipendien ausgelobt für die Fundraising Akademie, wir schulen inzwischen Ehrenamtliche und haben – wie schon erwähnt - den „Matching Fund“, unsere Bonifizierung eingerichtet.
Wenn ich hier und heute über das Lob der Großzügigkeit spreche, ist es auch die Großzügigkeit der Gemeinden in der EKHN, ihr Antrieb, ihr Aufbrechen, Losgehen und Beginnen, für das ich Ihnen allen, die Sie heute hier sind, von Herzen danken möchte. Sie haben den Wandel selbst vollzogen: von einer Betreuungskirche hin zu einer Beteiligungskirche. Sie sind es, die das Gesicht unserer Kirche prägen, indem Sie für Ihre Ideen um Mitstreiterinnen und Mitstreiter werben und dafür auch finanzielle Ressourcen erschließen. Und das ist wichtig für die Zukunft unserer Kirche!
Sie stehen deshalb, wie Sie hier sind und die Sie sich im Fundraising professionalisieren – Sie stehen für den Wandel; für einen Mentalitätswandel, den wir in unserer Kirche so dringend brauchen. Es geht darum, Eigeninitiativen anzuregen und damit – stärker als bisher - die finanzielle Basis unserer Kirche neben der Kirchensteuer auf eine breitere Grundlage zu stellen.
2. Ein Blick in die Geschichte: der Zusammenhang von Großzügigkeit und Geist
Sie stehen also für den Wandel, und zugleich stehen Sie in einer Tradition. Manchmal kommt es mir so vor, als ob wir vergessen hätten, wie sich die Kirche vor Einführung der Kirchensteuer finanziert hat. Mir liegt es auch fern, diesen Weg wieder zurück beschreiten zu wollen. Aber wir haben es – überblickt man die Jahrhunderte - mit einer gewissen Normalisierung zu tun, was die Struktur und Finanzierung kirchlicher Arbeit angeht. Denn diese war in ihrer langen Geschichte immer auch von freiwilligen Gaben, von Mäzenen und vom Scherflein der Witwe getragen.
Man muss ja nur in Frankfurt durchs Nordend gehen, um sich die klingenden Stifternamen ins Gedächtnis zu rufen. Aber nicht nur im weltlichen Bereich gab es Stiftungen und nachhaltige Philanthropie, gerade und vor allem im kirchlichen Bereich war über Jahrhunderte das Geben und Stiften untrennbar mit dem christlichen Selbstverständnis verbunden.
Gerade im Protestantismus und interessanterweise nach der Reformation haben wir ausführliche Stiftungsgründungen: Kirchen, in denen sich Stifterinnen und Stifter durch das Stiften von Orgeln, Bildern, Altären, liturgischen Gegenständen und Kirchenbänken engagierten, die Armenpflege in den Gemeinden unterstützten oder mit Stipendienstiftungen den theologischen Nachwuchs förderten.
Entgegen der lange vertretenen Meinung, das Stiftungswesen sei mit der Reformation in die Krise geraten, sehen wir heute wieder deutlich, wie das freiwillige Geben, Schenken und Stiften nach der Reformation nicht abbrach, sondern nur anders gedeutet wurde. Dem evangelischen Geben, Schenken und Stiften ging es immer um Weltgestaltung.
Vermutlich werden wir nicht umhin kommen, diese Tradition und damit den Zusammenhang von Geist und Geld noch einmal neu zu durchdenken: Von der großen Gabe des Reichen bis hin zu den kleineren Gaben der weniger Vermögenden und Armen, die nach ihrer Kraft die Kirche mitbauen und gestalten.
Neuere historische Arbeiten belegen, dass das, was wir heute als „Dritten Sektor“ beschreiben, über Jahrhunderte vom freiwilligen, privaten Engagement der Bürgerinnen und Bürger getragen wurde. Und es ist interessant zu sehen, wie sich gerade im evangelischen Bereich ein ausführliches Mäzenatentum gerade auch nach der Reformation entwickelt hat. In dieser Tradition stehen wir!
Philipp von Hessen, der wichtige Repräsentant der Reformation hier in unserem Kirchengebiet, ist selbst mit seinen Landesherrlichen Stiftungen der vier Landeshospitäler vorangegangen und hat die Klöster in kostenlose Hospitäler umgewandelt, damit sie seinem neuen reformatorischen Konzept des „Gemeinen Nutzens“ zugute kommen konnten. Drei davon existieren noch heute.
Aber nicht nur diese Form fürstlicher, evangelischer Armenfürsorge finden wir im Protestantismus. In den evangelischen Reichsstädten insgesamt finden wir eine ausgeprägte Mentalität, der Stadt Bestes zu suchen. Konstitutiv war dabei die Beförderung der gesellschaftlichen Belange im Sinne eines neuen protestantischen Selbstverständnisses. So haben sich gerade nach der Reformation die Evangelischen für die städtische Armenfürsorge mit ihren privaten Mitteln eingesetzt, den Neubau von Kirchen finanziert, die dem neuen evangelischen Raumkonzept entsprachen, samt der Innenausstattung: Orgeln, Altäre, Kanzeln oder liturgischen Gegenständen. Auch die künstlerisch wertvollen, neuen evangelischen Bildprogramme an den Emporen - oder sonstige Kunst im Kirchenraum - standen im Interesse der Stifterinnen und Stifter.
Zudem wurde durch großzügige Gaben das gesamte Bildungssystem im evangelischen Berit strukturiert. Heute entdecken wir neu das umfassende Stipendienwesen in den evangelischen Reichsstädten Nürnberg oder Ulm, aber auch in den landesherrlichen Universitätsstädten wie Tübingen, Marburg oder Jena. Auch hier haben solvente Geber und Stifter, darunter übrigens auch viele Frauen, das Bildungssystem – vor allem die Ausbildung der Theologiestudenten - finanziert und gesichert.
Für den evangelischen Bereich kann man also mindestens drei Bereiche benennen, in denen nach der Reformation das großzügige Geben, Spenden und Stiften eine Rolle spielt: Die Fortführung der mittelalterlichen Tradition der Pfründestiftungen zur Finanzierung der Pfarrstellen in den Gemeinden samt der Stiftungen für protestantischen Kirchenbau, zweitens die Armenfürsorge im Sinne des Gemeinen Nutzens - heute würden wir sagen: die diakonische Arbeit; und drittens die Anschubfinanzierungen, um ein innovatives Bildungssystem auf den Weg zu bringen.
Wir haben es also im protestantischen Geben und Stiften nach der Reformation sehr stark mit einem Gestaltungsmoment zu tun. Diejenigen, die gaben, wollten gestalten; Kirche und Gesellschaft gestalten. Damit bringt die Reformation eine entscheidende Wende im Blick auf die Motivation des mittelalterlichen Gabehandelns: Der mittelalterlichen Mensch stiftete, um „irdische Güter gegen himmlische einzutauschen“, also um für sein Seelenheil nach dem Tode zu sorgen, die Zeit im Fegefeuer zu verkürzen und seine guten Taten von Gott angerechnet zu bekommen. Den evangelischen Stifterinnen und Stiftern ging es um die Gestaltung der Gegenwart als Dank für die von Gott - ohne eigene Werke - erhaltene großzügige Gnade.
Mir geht es heute nicht darum, diese Struktur der Finanzierung kirchlicher und diakonischer Arbeit zu überhöhen. Wir sind froh, dass wir die Kirchensteuer haben, die uns unsere wichtige kirchliche Arbeit gut von der Hand gehen lässt. Zugleich erkennen wir aber über den Blick in die Geschichte, dass unsere Anstrengung, das Geben, Schenken und Stiften in der evangelischen Kirche wieder neu zu Gehör und zur Geltung zu bringen, in einer guten, reformatorischen Tradition steht.
Es gab eben schon die Pfründestiftungen zur Finanzierung von Pfarrstellen. Es gab früher schon fromme Protestantinnen, denen das Bildungswesen am Herz lag und die dafür spendeten. Und es gab schon konzertierte Aktionen von Fürst und Bürgern, das Krankenhauswesen in Hessen durch großzügiges Geben zu sichern. Von diesen Formen der Kreativität können wir viel lernen, und deshalb ist es wichtig, wenn wir diese Initiativen heute erinnern.
3. Gottes zuvorkommende Großzügigkeit: Schöpfung und Rechtfertigung
Ich weiß nicht, wie es Ihnen beim Zuhören gegangen ist. Eigentlich würde man ja vermuten, dass das Geben in der römischen Tradition eine große Rolle gespielt hat, noch einmal zugespitzt durch den mittelalterlichen Ablasshandel der katholischen Kirche. Nun haben wir aber gesehen, dass wir auch und gerade auf evangelischer Seite diesen starken Impuls des Geben, Schenkens und Stiftens in unser Tradition haben; und fast die gesamte Entstehung der Diakonie neben der verfassten Kirche war ja nur denkbar durch das fleißige Spendensammeln der Gründerväter und -mütter und das großzügige Geben der Gläubigen für diakonische Zwecke.
Wenn man sich dann die Quellen noch einmal anschaut, treten auch die Beweggründe, Motive und Motivationen der Geber zutage. Denn es ist nicht gerade so, dass die Rechtfertigungslehre und die Kritik am Ablasshandel das Geben in den Hintergrund drängt. Im Gegenteil, die Geberinnen und Geber empfinden ihre eigene Gabe gerade als Antwort auf die großzügigen Gaben Gottes, die er den Menschen zuvor schon hat zuteil werden lassen.
Gott gibt, großzügig und reichlich, und die Menschen entsprechen mit ihren eigenen Gaben dieser Großzügigkeit Gottes.
Gott gibt. Er gibt die Welt und das Leben. Wir haben nicht das Leben aus uns selbst heraus, sondern verdanken es der Gnade Gottes. Das Leben ist schon da. Nicht wir haben es hervorgebracht. Diese gute Schöpfung, die immer schon da ist und die uns gegeben ist, bedeutet eine unglaubliche und unermessliche Fülle, die wir bestaunen und annehmen können.
In den biblischen Schriften wird Gott deshalb gelobt als der Ursprung aller Gaben; und er tritt in Erscheinung als der, der die Essentialien guten menschlichen Lebens und ausreichender Versorgung gibt und gewährleistet. Dieser zuvorkommenden Anerkennung, wie sie sich in Gnade, Liebe und Erbarmen erweist, kann das Handeln der Menschen angemessen nur mit einer Ethik der Großzügigkeit entsprechen. Nach theologischem Verständnis kommt nicht zuerst die Moral und nicht erst die richtige Gesinnung, sondern das Zuvorkommen und die zuvorkommende Gabe Gottes, die rechtfertigt und anerkennt.
Die Großzügigkeit Gottes und sein Mitsein in seiner Schöpfung finden dann ihre Steigerung und ihren Höhepunkt in der göttlichen Selbsthingabe in Christus.
Die griechische Sprache unterscheidet deshalb auch nicht zwischen Gabe und Gnade, sondern wenn Paulus von „charis“ spricht, meint er beides: die großzügige zuvorkommende Gnade Gottes und das großzügige Geben der neuen Gemeinden.
Schöpfung und Rechtfertigung, das Gegebensein des Lebens und die zuvorkommende Gnade Gottes sind die beiden Pole, zwischen die sich ein theologisches Reden über die Gabe bewegt. Gott schenkt das Leben, und im Sich-Selbst-Geben in Kreuz und Auferstehung Jesu Christi erkennt er uns an, großzügig und bedingungslos.
Der französische Ethnologe Marcel Mauss (sprich: Moos) spricht ja von einem Dreiklang des Gabehandelns, und er beschreibt das Geben als einen zirkulären Prozess von Geben, Nehmen und Erwidern. Ich glaube, dass wir diesen Kreislauf theologisch längst schon ins Auge gefasst haben, wenn wir davon sprechen: dass Gott gibt, dass wir die Gabe annehmen, und dass wir sie weitergeben an andere und in die Welt.
Vermutlich können wir gar nicht anders als zu geben, und vermutlich zeigt sich in unserem Geben, Nehmen und Erwidern, wie wir in einer Gemeinschaft wechselseitig aufeinander angewiesen sind. Die Gabe ist das einigende soziale Band einer Gemeinschaft, das gilt sowohl für die Kirche wie für unsere Gesellschaft als Ganze.
Man kann das sehr schön an der Kollekte des Paulus für die Jerusalemer Gemeinde verfolgen. Auch Paulus wirbt ja mit Engagement und Charme, mit brillanten rhetorischen Mitteln für die Kollekte, die den Armen in Jerusalem zuteil werden soll. Die Kollekte für die Jerusalemer Gemeinde ist so etwas wie sein Lebensprojekt.
Und auch für Paulus ist diese Kollekte nur eine Antwort auf die zuvorkommende großzügige Gnade (Charis) Gottes, die in den Gemeinden üppig und reichlich weitergegeben und verteilt werden soll. Ja, an der Großzügigkeit der Gabe kann man die Qualität einer Gemeinde ablesen. „Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb“, schreibt Paulus deshalb im zweiten Brief an die Korinther.
Und das Abendmahl dann ist für Paulus die angemessene Form des Dankes, wie die Gemeinde auf die zuvorkommende Gabe Gottes und auf den Ausgleich zwischen den Gemeinden antworten soll.
Wir haben uns in evangelischen Bereich an vielen Bescheidenheit und Zurückhaltung kultiviert, und das ist auch gut so. Aber es gibt auch eine berechtigte theologische Tradition, die die Fülle, den Überfluss und die Großzügigkeit betont, weil Gott den Menschen über die Maßen und unverdienterweise Gutes in Fülle zukommen lässt.
Wenn wir in der Kirche über das Geben, Schenken und Stiften sprechen, müssen wir uns dieser Großzügigkeit Gottes erinnern!
4. Gottes Großzügigkeit in der Welt entsprechen
Wenn Sie als Gemeindemitglieder, als Kirchenvorsteher, als Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen oder als hauptamtliche Fundraiser das Geben in unserer Kirche vorantreiben möchten, dann befördern Sie diesen Kreislauf der Großzügigkeit. Natürlich können wir nicht über Gottes Großzügigkeit verfügen, aber wir können sie sehen und wahrnehmen. Und wir können Menschen ermutigen, es der Großzügigkeit Gottes gleichzutun und selber die Fülle und das pralle Leben in unseren kirchlichen Zusammenhängen zu stärken.
Sie, die Sie sich entschieden haben, in Fundraising zu investieren, sind gemeinsam mit anderen Motoren des Wandels, hin zu einer Kirche, die hoffentlich auch weiterhin eine kirchensteuerfinanzierte Institution bleiben wird, die dieses aber durch private Ressourcen flankiert sehen muss.
Zur Zeit geht es uns finanziell in den evangelischen Kirchen gut, wider Erwarten gut. Die Kirchensteuereinnahmen steigen seit drei Jahren erneut kontinuierlich - und das gegen alle Prognosen, über die wir verfügen konnten. Dennoch nimmt unsere finanzielle Leistungskraft aufs Ganze gesehen, wenn man die Einnahmen nicht nur nominal, sondern inflationsbereinigt betrachtet, kontinuierlich ab. Und hier müssen wir handeln.
Es stimmt auch, dass die Zahl der Kirchenaustritte zurückgegangen ist, ja, dass wir in manchen Regionen wieder mehr Eintritte als Austritte haben. Aber insgesamt treten im Jahr rund 100.000 Menschen in Deutschland aus der evangelischen Kirche aus, das entspricht der Größe einer Großstadt.
Ich sehe daher zwei Aspekte, auf die wir in den nächsten Jahren unser Augenmerk verstärkt richten sollten. Zum einen geht es darum, über Fundraising zusätzliche Ressourcen für die Kirche zu erschließen – so wie wir das bereits seit einigen Jahren durch Ihre Arbeit erfolgreich tun. Zum anderen erscheint es mir unerlässlich, Menschen an ihre Kirche zu binden. Im Fundraising geht es ja um die Gaben der Gemeinde, um die Gaben in ihrer Vielfalt. Das betrifft Zeit und Wissen, das Ehrenamtliche in die Kirche einbringen. Das betrifft auch zusätzliche Finanzquellen von Kirchenmitgliedern, von Unternehmern – vielleicht manchmal auch von Kirchendistanzierten oder Ausgetretenen.
Es gilt aber auch, ein Bewusstsein dafür zu schärfen, dass auch die Kirchensteuer eine Gabe der Gemeinde ist! Ich möchte Ihnen daher vorschlagen, das Verständnis des kirchlichen Fundraisings erweitern. Denn wenn es im Fundraising in der Kirche um die Gaben der Gemeinden geht, dann geht es nicht nur um zusätzliche Spenden oder um Sponsoring-Einnahmen. Wenn es um die Gaben der Gemeinde geht, dann geht es auch um die Kirchensteuer! Denn die Kirchensteuer ist in unserer gegenwärtigen Situation die vornehmste und wichtigste finanzielle Gabe der Kirchenmitglieder.
Wenn es im Fundraising in der Kirche um die Gaben der Gemeinde geht, dann sollten wir unser Augenmerk und unsere professionelle Anstrengung darauf richten, dass diese Kirchensteuer stabil bleibt. Dann hätte wir es aber im kirchlichen Fundraising mit einem Verständnis zu tun, dem es nicht nur um zusätzliche, die Kirchensteuer flankierenden Mittel geht, sondern alle Maßnahmen betrifft, die die Kirchensteuer in ihrer Stabilität erhalten. Dann hätte kirchliches Fundraising nicht nur etwas zu tun mit Spenden-Einwerben und Unternehmenskooperationen-Eingehen, sondern müsste viel stärker als bislang die Mitgliederbindung der Kirchensteuerzahler in den Blick nehmen.
In diesem Sinne würde ich Ihnen gern vorschlagen, das Verständnis des kirchlichen Fundraisings zu erweitern: Wir brauchen Maßnahmen, unsere Mitglieder zu binden, sie zu beteiligen und sie zu aktivieren. Und ebenso brauchen wir Konzepte, wie neue Mitglieder gewonnen und aus der Kirche Ausgetretene wieder zurück gewonnen werden können.
Das alles hat aus meiner Perspektive ganz zentral mit kirchlichem Fundraising zu tun.
Für mich als Kirchenpräsident ist es schön zu sehen, wie sich die EKHN in den vergangenen Jahren auf den Weg gemacht hat. Wir sind ja gemeinsam mit anderen süddeutschen Kirchen diejenigen, die durch professionelles Fundraising, ja: durch Ihre engagierte Arbeit es inzwischen geschafft haben, das hohe Potential unserer Gemeinden zu aktivieren, Diskussionen auszulösen über das Selbstverständnis, Projekte von hoher Innovationskraft zu entwickeln.
Wir haben uns früh auf den Weg gemacht, und so ist bereits jetzt in den Gemeinden ein Verständnis für die anstehenden Umbrüche vorhanden. Zudem verfügt die EKHN inzwischen über immer mehr „Profis“, die diesen einschneidenden Umgestaltungsprozess in dieser Kirche begleiten.
Durch die beiden Pilotprojekte in zwei Taunusdekanaten und in Bergstraße wollen wir Erfahrungen sammeln, wie Service-Stellen in den Dekanaten aussehen müssen, damit Fundraising in den Kirchengemeinden optimal unterstützt wird und auf die Beine kommen kann. Damit kommt allmählich die Kraft in die Fläche, weil wir nicht nur in Darmstadt zwei Kollegen haben, die sich in besonderer Weise mit dem Geben, Schenken, Stiften auskennen, sondern auch immer mehr Haupt- und Ehrenamtliche in den Gemeinden und Dekanaten.
Frau Vasold hat mir von dem ersten Ehrenamtskurs erzählt, der in diesem Sommer Kloster Höchst seinen Abschluss gefeiert hat. Da ist etwas zu spüren von der Innovation, vom Aufbruch und von Gottes Großzügigkeit, die in den Gemeinden gegeben ist und weitergegeben wird.
Machen Sie also weiter! Und seinen Sie gewiss, dass Sie auch weiterhin die volle Unterstützung der Kirchenleitung haben. Ich kann Ihnen nur dafür danken, dass Sie diese wichtigen Impulse der Veränderung professionell aufnehmen und Gottes Großzügigkeit teilen, weitergeben und damit immer wieder erneuern.
Quelle: Vortrag von Dr. Steinacker vom 1. Oktober 2008, EVANGELISCHE KIRCHE IN HESSEN UND NASSAU. Es gilt das gesprochene Wort.
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Spendenaktion 'Brich mit dem Hungrigen Dein Brot'
Im Rahmen des Sommerfestes "Brich mit den Hungrigen Dein Brot" (Jesaja 58,7), das am 17. August stattfand, wurde unsere Initiative – Essensgutscheine für Bedürftige – vorgestellt. Wir danken herzlich für Die Kollekte von dem Gottesdienst: € 678,78 Den Schmuckverkauf (Ursula Schmidt): € 300,00 Den Verkauf von selbstgestalteten Karten (Anja Behrens): (noch nicht abgeschlossen) € 97, 95 Die Konzerteinnahme: € 373,10 Summe für Essensgutscheine: € 1.449,83 August 2008 |
Essensgutscheine: eine dramatische Entwicklung
Aktuelle Meldung: Angesichts der steigenden Nachfrage nach Essensgutscheinen und den damit verbundenen Kosten hat der Kirchenvorstand beschlossen, dass ab Mai der Empfängerkreis nicht mehr erweitert werden kann. Die grundsätzliche Frage nach der Konzeption dieser Arbeit soll in einer der nächsten Sitzungen geklärt werden.
23. Mai 2008
Am 25. April wurden 141 Gutscheine ausgegeben, davon 71 an "Neukunden"; im Monat April wurden insgesamt 541 Gutscheine ausgegeben, davon 192 an Personen, die zum ersten Mal dabei waren.
Die Zahl der Menschen, die Essensgutscheine im Gemeindebüro an der Dreikönigskirche abholen, hat sich in den letzten Monaten dramatisch erhöht. Im Monat März wurden Gutscheine im Gesamtwert von € 2.090 verteilt, denn mehr als 400 Personen haben diesen € 5-Gutschein bekommen. Wenn es bei 400 pro Monat bleiben würde, würde sich eine Summe von € 24.000 pro Jahr ergeben. Hier zeigt sich, dass es mehr Menschen gibt, für die jeder Euro zählt. In dem beigefügten Bild sieht man die Schlange von Menschen, die schon vor 9 Uhr vor dem Gemeindebüro stehen und geduldig warten. Ohne die Hilfe von Stiftungen und Spendern könnten wir als Gemeinde diese wichtige Hilfe nicht leisten. Wir bitten um Ihre Hilfe: jede Spende ist willkommen. Und einen herzlichen Dank an Sabine Byhahn, Helga Schleiffer und Gislinde Werb, die seit Jahren ehrenamtlich diese Gutscheine sorgfältig verteilen.
Phil Schmidt
"Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist" Dietrich Bonhoeffer
Zu Beginn der 90er Jahre kamen immer wieder Menschen ohne festen Wohnsitz zum Gemeindebüro der Dreiköniggemeinde in der Oppenheimer Straße 5 und baten um finanzielle Unterstützung, da sie Hunger hätten. Leider wurden sie häufig dabei beobachtet, wie diese Unterstützung an einem nahe gelegenen "Wasserhäuschen" in Alkoholika umgesetzt wurde. Da entwickelte der damalige Gemeindpfarrer die Idee, Gutscheine für ein bestimmtes Lebensmittelgeschäft auszugeben, die aber den Bezug sämtlicher alkoholischer Getränke sowie Tabakwaren ausschlossen.
Voraussetzungen wurden damals nicht überprüft. Jahrelang kamen regelmäßig etwa 30 bis 50 Personen pro Monat und holten sich ihren Gutschein über 5.-DM ab. Nachdem ab etwa 2002 die Anfragen nach den Gutscheinen anstiegen, wurde, ähnlich wie bei der "Frankfurter Tafel", der „Frankfurt Pass“ verlangt. Inzwischen kommen jeden Monat ca 300 Klienten, Tendenz deutlich steigend. Auffallend ist in den vergangenen Monaten, dass auf einmal sehr viele Russlanddeutsche zu uns kommen (seit Nov. 07 ca 80). Wenn wir freitags um 9.00 Uhr ins Büro kommen warten oft schon 6, 8, ja bis zu 20 Personen vor der Tür. Es sind Leute ohne festen Wohnsitz, Bewohner der zahlreichen Übergangswohnheime, z.B. Container im Ostpark, Rudolphstr. u.ä.. Es sind viele Hartz IV Empfänger, die oft in Einfach-Wohnungen wohnen.
So kommt schon seit Beginn der Aktion ein, inzwischen trockener, Alkoholiker, der früher in einem Übergangswohnheim wohnte und jetzt ein kleines Zimmer in einem Wohnheim bewohnt. Manchmal kommen langjährige "Kunden" auch wieder auf die Füße: so erschien vor einigen Wochen ein Mann und erklärte, es ginge ihm dank einer Arbeitslosenselbsthilfeinitiative besser, er wolle sich bedanken für die viele Hilfe und legte 50,00 € als Spende auf den Tisch.
Wir retten mit den 5 € sicher niemand vor dem Verhungern, aber viele Menschen sagen uns, dass es doch eine große Hilfe sei. Es ist auch ein Stück Menschenwürde, sich mal eine Kleinigkeit extra zu kaufen und sich auch nicht mit "fertig Vorgesetztem" wie beim Frühstück im Franziskus-Treff oder beim Mittagessen im Affentorhaus zu begnügen. Auffallend ist, dass überdurchschnittlich viele Menschen mit psychischen Behinderungen zu uns kommen.
Durch Spenden von Privatleuten, Kollekten von Trauungen und Taufen, Basarerlösen, durch Zuwendungen Frankfurter Stiftungen und Einnahmen aus dem Opferstock konnten wir die Arbeit bis jetzt finanzieren. Um diese Hilfe auch in Zukunft zu ermöglichen, sind wir für jede Spende dankbar. Verwaltungskosten irgendeiner Art entstehen nicht, da die Ausgabe von Gutscheinen durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen jeden Freitag in der Zeit von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr erfolgt.
Spenden für Essensgutscheine:
Konto Kirchenkasse: Rentamt im Ev Regionalverband Ffm.
(Bei Überweisungen bitte unbedingt angeben:
Zugunsten Dreikönigsgemeinde/Essensgutscheine )
Konto-Nr.: 406 899
Frankfurter Sparkasse
BLZ: 500 501 02
Helga Schleiffer
Neues aus dem Spendenausschuss: Eigeninitiative erwünscht – Ihr Engagement hilft!
Dass der wirtschaftliche Spielraum der Kirche seit Jahren enger wird, ist bekannt. Eine Änderung ist leider nicht in Sicht. Dennoch hat sich die evangelische Kirche etwa im Papier „Kirche der Freiheit“ dazu bekannt, aktiv das Umbauen, Umgestalten und Neuausrichten kirchlicher Arbeit gestalten zu wollen. Erklärtes Ziel: Wachsen gegen den Trend.
Das dürfen und sollten wir als persönliche Aufforderung verstehen: Wachsender Einsatz ist gefragt! Gemeinsames Engagement ist christliche Tradition. Auch Teilen und Geben gehört dazu. Schon immer haben Christen anderen Geld, Zeit und Zuwendung geschenkt. Auf diese Wurzeln können und dürfen wir uns besinnen – übrigens mit biblischem Vorbild: Paulus selbst hat an die Gemeinde in Korinth einen Spendenbrief geschrieben, weil die arme Urgemeinde in Jerusalem Hilfe brauchte (2. Korinther, 8-9).
Paulus’ Spendenaufruf hat gewirkt! Auch die Dreikönigsgemeinde lässt sich davon anspornen. Wie Sie wissen, hat der Kirchenvorstand im vergangenen Jahr einen Arbeitskreis eingerichtet, der helfen soll, in angespannten Zeiten neue Mittel zu erschließen. Möglichst systematisch, denn es geht um mehr als das kurzfristige Stopfen von Haushaltslöchern.
Die Gruppe entwickelt sich erfreulich: Der Spendenausschuss hat eine Reihe von Projekten entwickelt und steht mit anderen Gemeindegruppen in Kontakt. Es gab vielversprechende Gespräche mit dem Aufbauverein und dem Kindergarten-Förderverein. Auch einzelne Gemeindemitglieder wenden sich mit Sorgen, Vorschlägen und Fragen an unseren Ausschuss.
Wir laden alle herzlich ein, sich mit einzubringen. Wir brauchen dringend Menschen, die helfen, neue Pläne in die Tat umzusetzen. Eine der größeren Aufgaben dürfte sein, die schon jetzt in unserer Gemeinde bestehenden Gruppen näher kennenzulernen und ihre Projekte zu sichten, sinnvoll zu vernetzen und zu systematisieren. Es darf zum Beispiel kein Zufall sein, wie unser Dank die Spender erreicht oder welches Projekt wirksam an die Öffentlichkeit dringt. Da der Ausschuss nur aus drei Mitgliedern besteht, ist er auf Unterstützung angewiesen. Ein oder zwei Helfer, die sich dauerhaft um die Spender kümmern und den Überblick behalten, ist unseres Erachtens unerlässlich.
Die Perspektiven sind gut. Es bestärkt uns, dass die Hälfte der Kosten für die neue Lautsprecheranlage in der Dreikönigskirche über private Spenden schon jetzt aufgebracht ist. Dankbar dürfen wir uns über Großspenden von 5.000, 500 und 250 Euro freuen und ebenso über die zahlreichen Beiträge in der Kollekte am 1. Weihnachtstag, die insgesamt noch einmal rund 750 Euro zusammenbrachte. Vielleicht spüren die Menschen in unserer Gemeinde, wie wichtig Eigeninitiative ist. Vielleicht erwacht die christliche Tradition des Gebens von Geld und Zeit gerade deshalb wieder neu zum Leben. Paulus hat es in seinem Brief so gesagt: "Nun aber vollbringt auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu wollen, ihr auch geneigt seid zu vollbringen nach dem Maß dessen, was ihr habt." (2. Korinther 8, 11)
Gabriele Moog
Mai 2008
Spendenausschuß gegründet
Spende, Stiftung, "Sponsoring", "Fundraising" - solche Stichworte fallen im Zusammenhang mit kirchlichem Engagement immer häufiger. Grund genug für den Kirchenvorstand unserer Dreikönigsgemeinde, einen eigenen Arbeitskreis einzurichten, der systematisch daran arbeitet, wie sich in finanziell angespannten Zeiten neue Mittel erschließen lassen - eine Aufgabe, die sich in der Kirche natürlich schon seit Jahrhunderten stellt. Methoden und Instrumente lassen sich indes professionalisieren und weiterentwickeln.
Der Kreis, der zunächst aus den beiden Kirchenvorstandsmitgliedern Liselotte Henning und Gabriele Moog sowie Herrn Günther Zybell besteht, sieht sich dabei ausdrücklich als Ergänzung zu schon bestehenden erfolgreichen Aktivitäten wie dem Aufbauverein, dem musikalischen Förderverein, dem Förderverein der Mainkita und vielen anderen aktiven Menschen. Zusammenarbeit und Kontakte sind erwünscht! Auch über weitere Mitglieder freut sich der Ausschuss. Dabei ist selbstverständlich allen Beteiligten klar, dass "Fundraising" kein Allheilmittel für kirchliche Finanznot ist. Aber es kann ein Baustein sein, um Gemeinde zu erhalten. Wichtig ist aus Sicht des Ausschusses, dass Fördernde nicht nur Geld, sonden auch andere Gaben zur Verfügung stellen können: Sachmittel, ehrenamtliche Arbeit, Netzwerke, soziale Kontakte, emotionale Unterstützung.
Ziel aller Maßnahmen ist, Freude für die eine ode andere Aktivität unserer Gemeinde zu finden. Kindergarten, Jugendarbeit, Kirchenmusik oder Gebäude: Menschen sind bereit zu geben, aber nicht alle sind an allen Aufgaben gleichermaßen interessiert. Und sie wollen gebeten und gefragt werden. Entstehende Spendenfreundschaften brauchen zudem Pflege. Für erfolgreiches Sammeln gibt es hoffnungsvolle Beispiele - trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten: So hat Frankfurts Mariengemeinde 2006 den zweiten "Preis für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising" gewonnen: Die Fundraising-Gruppe der Gemeinde schaffte es, für den Umbau des alten Pfarrhauses zum Gemeindehaus mit rund 80.000 Euro zehn Prozent der Gesamtkosten über Spenden einzuwerben.
Kontakt zum Spendenausschuss:
Frau Lieselotte Henning, Telefon: 0 69/ 62 85 14
Frau Gabriele Moog, Telefon: 0 69/ 55 80 41
Herrn Günther Zybell, Telefon: 0 69/ 63 74 81
Gabriele Moog
Juli 2007
Weihnachtspäckchen für die Aktion Hoffnungszeichen - November 2009
In der Novemberausgabe des Gemeindebriefs 2008 baten wir um die Beteiligung an der „Aktion Hoffnungszeichen“ der Malteser. Und viele, viele Gemeindemitglieder haben sich beteiligt. In den Gemeindebüros stapelten sich die bunten Päckchen und verbreiteten weihnachtliche Stimmung. Besonders die Kinder machten begeistert mit und stellten viele Fragen nach den Kindern, für die sie die Päckchen packten. Dass es nicht allen so gut geht wie ihnen, wurde deutlich und machte nachdenklich. Genau 164 Päckchen konnten wir Ende November den Maltesern übergeben. Wir danken allen, die diese Hilfsaktion unterstützt haben und würden uns freuen, wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder mit machen.
Herzliche Grüße Natascha Schröder - Cordes
Februar 2009
Weihnachtspäckchen für die Aktion Hoffnungszeichen - November 2007
In der Novemberausgabe des Gemeindebriefs 2007 baten wir um die Beteiligung an der „Aktion Hoffnungszeichen“ der Malteser. Und viele, viele Gemeindemitglieder haben sich beteiligt. In den Gemeindebüros stapelten sich die bunten Päckchen und verbreiteten weihnachtliche Stimmung. Besonders die Kinder machten begeistert mit und stellten viele Fragen nach den Kindern, für die sie die Päckchen packten. Dass es nicht allen so gut geht wie ihnen, wurde deutlich und machte nachdenklich. Genau 135 Päckchen konnten wir Ende November den Maltesern übergeben. Wir danken allen, die diese Hilfsaktion unterstützt haben und würden uns freuen, wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder mit machen.
Herzliche Grüße Natascha Schröder - Cordes
März 2008
Unsere Basare 2008
Südbezirk
Der Basar bot für jeden etwas: Aufführung der Kinder, Handarbeiten, Selbsthergestelltes, Tombola, Flohmarkt, Kaspertheater, Kaffee und Kuchen, Dämmerschoppen. Zu Beginn führten Kinder aus der Südkita die Geschichte des Bischofs Nikolaus von Myra auf. Das Singen der Kinder und die sorgfältig vorbereitete Inszenierung waren so wirkungsvoll, dass es eine auffallend stille Aufmerksamkeit unter den vielen Besuchern gab.
Wegen der hohen Besucherzahl waren die Lose der Tombola fast allzu schnell ausverkauft; schon nach etwa einer Stunde gab es keine Lose mehr. Die verschiedensten Artikel, u. a. kreativer Schmuck fanden begeisterte Abnehmer. Der Dämmerschoppen war so gut besucht, dass verschiedene Speisen schnell ausverkauft waren.
Zuletzt konnten € 3.319,27 an die Wohnsitzlosenhilfe Lazarus überwiesen werden.
Allen, die dazu beigetragen hatten, sei herzlichst gedankt: die Frauen des Handarbeitskreises, das Mitarbeiterteam der Südkita, die Sarangegemeinde, die uns jedes Jahr tatkräftig unterstützt und Spezialitäten anbietet, die vielen Personen, die etwas für die Tombola oder den Flohmarkt gespendet, die Kuchen und Plätzchen gebacken hatten, die vielen Personen, die ehrenamtlich die Verkaufstische betreuten, in den zwei Küchen arbeiteten, Kassenbons verkauften etc.
Besonderen Dank an Frau Dagmar Unger und Frau Gertrud Kosiahn, die sich wie immer engagiert für die detaillierte und umfangreiche Organisation und Durchführung des Basars eingesetzt haben.
Dank auch an folgende Firmen, die uns mit Sachspenden für die Tombola großzügig unterstützt haben:
Fußpflege Turner
Buchhandlung Meichsner und Dennerlein
Jacques Wein-Depot
Bäckerei „Schwarzer Ritter“
Weinhandlung Maison Lanz
Papier Krämer
Frankfurter Schlüsseldienst
Fa. Wehrfritz GmbH
Fa. Wiederhoeft
PSch
Bergbezirk
Nach einem Familiengottesdienst in der Bergkirche wurden die Besucher im Gemeindehaus zu einer kräftigen Suppe mit Würstchen eingeladen und konnten dann an den liebevoll geschmückten Ständen nach Herzenslust einkaufen. Eine Attraktion waren dieses Mal Miniatur-Schulklassen mit Schuldkindern, Lehrer, Tafel und Klapptischen.
Inge Geldner
Vom Bergbezirk konnten € 2.243,00 an die medizinische Ambulanz der Lazarus - Wohnsitzlosenhilfe überwiesen werden – mehr als im Jahr 2007 (2020 €). Allen sei ganz herzlich für ihre Mühe und ihren Einsatz gedankt.
Erika Dauth
Dreikönig
Auch im Jahr 2008 hat der Bastelkreis des Dreikönigsbezirkes vielfältige Aktivitäten entwickelt. Bereits vor Ostern tummelten sich im Kirchenvorraum und im Foyer de Marthahauses die Osterhasen.
Am Museumsuferfest konnten wir viele Besucher bei Kaffee und Kuchen begrüßen. Vor Weihnachten haben wir unseren Verkauf im Kirchenvorraum und im Marthahaus gestartet. Außerdem haben wir uns, wie seit vielen Jahren, an dem Basar in der Maria-Magdalena-Gemeinde beteiligt. Er findet dort immer zusammen mit dem Benefizkonzert des JME zugunsten von LAZARUS statt.
Mit unseren Einnahmen von ca € 1600,00 haben wir verschiedene Projekte unterstützt:
Essensgutscheine (ein Projekt der eigenen Gemeinde)
Förderverein Mainkita (ein Projekt der eigenen Gemeinde)
Lebenswende e.V. (Einrichtung der christlichen Drogenhilfe)
AFEK e.V. (christliche Arbeit mit Kinder von Strafgefangenen)
sowie LAZARUS.
S. Byhahn H. Schleiffer G. Werb
Februar 2009
Unsere Basare 2007
Viele Menschen haben wieder dazu beigetragen, dass die Basare ein großer Erfolg waren. Die Verbindung im Bergbezirk mit einem Kantatengottesdienst und gleichzeitig Kindergottesdienst war eine gute Sache. Vom Bergbezirk konnten 2.020,05 € und vom Südbezirk 3.218,88 € an die medizinische Ambulanz der Lazarus-Wohnsitzlosenhilfe überwiesen werden. Der Handarbeitskreis-Süd und der Bastelkreis-Berg wurden im vergangenen Jahr ins Affentorhaus eingeladen. Frau von Bethmann und andere dort ehrenamtlich tätige Ärztinnen und Helfer haben ihre Arbeit mit Lichtbildern und Berichten sehr eindrucksvoll vorgestellt. Hier wird mit unserem Geld wirklich sinnvoll geholfen. Sie alle, die beim Auf- und Abbau geholfen haben, die Kuchen gebacken, Nüsse gespendet, die das ganze Jahr über gebastelt haben, die dabei waren, um Kaffee, Essen und Getränke auszuteilen oder das Geld zu kassieren, haben zu diesem guten Ergebnis beigetragen. Unseren Herzlichen Dank! Wir hoffen auch in diesem Jahr auf ihre Mithilfe.
Erika Dauth
Die Bereitschaft, für unsere Tombola Sachspenden zu geben, war nicht sehr hoch. Umso mehr danken wir den folgenden Firmen, dass sie mit ihren Sachspenden unsere Tombola bedacht haben: Fuß-pflege Turner, Vogelsbergbäcker, Lorsbacher Thal, Frankfurter Schlüsseldienst, Ferrero OHG mbH, Lavazza, Bäckerei Schwarzer Ritter, Papier Krämer, Jaques Weindepot, Weinhandlung Maison Lanz, Wehrfritz GmbH Bad Rodbach
März 2008
„Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb" oder: Was ist eigentlich Fundraising?
Schon zu Zeiten Jesu beruhte die Verkündigungsarbeit auf einer Art Fundraising. Die Jünger hatten zwar solide Berufe, gingen aber dem Broterwerb nur gelegentlich nach. Erschwerend wirkte sich das Gebot Jesu aus, auf „Dienstreisen“ kein Geld mit sich zu führen und an den erstbesten Haustüren der Dörfer Gastfreundschaft zu erbitten (Matthäus 10,9-14). Dabei kehrte Jesus selbst nicht nur bei den frommen Reichen ein, was ihm gehörige Kritik einbrachte. Nicht zu vergessen sind die wohlhabenden Frauen wie Maria Magdalena, die mit ihrer Habe zum Unterhalt der Jüngerschar beitrugen (Lukas 8,1-3). Die protestantische Gebementalität hat natürlich ihre besondere Geschichte. Der Ablasshandel der spätmittelalterlichen Papstkirche war einer der Gründe für die Reformation – doch man sollte nicht vergessen, dass diese Art des „Spendensammelns“ einem gewissen Zwang unterlag und daher mit Spendenfreudigkeit im heutigen Sinne nichts mehr gemeinsam hat.
Je stärker sich Menschen mit ihrer Kirchengemeinde verbunden fühlen, desto eher sind sie dazu bereit, sich auch finanziell für sie zu engagieren - der eine gibt der Kirche seine Zeit, der andere sein Geld. Über die Verbindung von Glaube und Geld sprach auch Jesus deutliche Worte: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“ (Lukas 12,34). Das, was man will und ersehnt, hält man auch für das Wertvollste. Jesus wusste, dass Menschen gerne fromm reden, ihren Geldbeutel dabei aber zuhalten. Deshalb wirken seine Worte „macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon“ (Lukas 16,9) damals wie heute ziemlich provokativ. Sich mit Geld Freunde machen und Beziehungen stiften, klingt sonderbar, doch Großzügigkeit im Geben für den, der hat, ist immer eine gottgefällige Angelegenheit. Das englische Wort „Fundraising“ ist heute in aller Munde. Übersetzt heißt es schlichtweg „Mittelbeschaffung“ und meint die organisierte Beschaffung freiwilliger Zuwendungen für gemeinnützige Zwecke, zum Beispiel in einer Kirchengemeinde.
Doch warum muss eigentlich die Kirche „Mittel“ beschaffen? „Ich zahle doch Kirchensteuer!“ werden Sie jetzt vielleicht sagen. Fakt ist, dass Kirchensteuereinnahmen nicht für alle Zeit gleich bleiben, sondern durch Bevölkerungsentwicklung und Kirchenaustritte weiter sinken wer-den. Fakt ist auch, dass viele Projekte wie beispielsweise die Essensgutscheinausgabe an Bedürftige oder das erstklassige kirchenmusikalisches Angebot der Dreikönigsgemeinde zum Teil schon jetzt auf Spendenbasis finanziert werden. Wollen wir das gegenwärtige Niveau der Gemeindearbeit beibehalten, dann müssen wir für die Zukunft neue Geldquellen erschließen. Wie die langfristige Finanzierung wichtiger Gemeindeprojekte aussehen kann, darüber macht sich der neu gegründete „Spenden-Ausschuss“ der Dreikönigsgemeinde Gedanken. Wenn Sie Ideen und Anregungen haben, teilen Sie uns dies bitte mit!
Kontakt zum Spendenausschuss:
Frau Gabriele Moog, Telefon: 0 69/ 55 80 41
Heike Seidel-Hoffmann
Januar 2008
LAZARUS Wohnsitzlosenhilfe e.V. (www.lazarus-frankfurt.de):
Der Verein bietet Menschen in einem Haus in Frankfurt-Sachsenhausen am Affentorplatz 2 Hilfe an, die sich aufgrund ihrer Wohnsitzlosigkeit in einer vielschichtigen Problemlage befinden. Die Finanzierung erfolgt durch private Spender, Kirchengemeinden und städtische Zuschüsse. Der Verein wurde 1994 gegründet, ist als gemeinnützig anerkannt und seit 1995 Mitglied im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau. Der Hilfeansatz ist ganzheitlich ausgerichtet und steht auf der Grundlage des christlichen Glaubens.
Evangelisches Hospital für palliative Medizin (www.palliativ-hospital.de):
In unseren Gottesdiensten gibt es in regelmäßigen Abständen Kollekten für das evangelische Hospital für palliative Medizin. In einer Selbstdarstellung dieser Einrichtung heißt es:
"Dass es für einen Menschen auch angesichts des nahen Todes noch lebenswerte Momente gibt, das wird Tag für Tag aufs Neue im Evangelischen Hospital für palliative Medizin bewiesen. Im Hospital, einem 20-Betten-Krankenhaus, unweit des Börneplatzes in der Frankfurter Innenstadt gelegen, finden nur Patienten Aufnahme, die nach ärztlichem Ermessen den Kampf gegen den Krebs oder andere unheilbare Erkrankungen nicht mehr gewinnen können, denen man aber dadurch helfen kann, dass man ihnen ihre zum Teil qualvollen Schmerzen lindert und sich darüber hinaus um ihre Seele kümmert. Im Hospital wird der Mensch ganzheitlich betrachtet, deshalb kommt seinem Wohlgefühl eine ebenso große Bedeutung zu wie seiner medizinisch-pflegerischen Versorgung oder der Sterbebegleitung, in die auch die Angehörigen miteinbezogen werden. Damit Patienten keine Angst davor haben müssen, bei einer möglichen Entlassung ohne ausreichende Hilfe zu sein, gibt es am Hospital auch einen Ambulanten Palliativdienst"
Uganda – eine Aufgabe.
Kein Funk, kein Fernsehen
Ein Gespräch mit Heinz Georg
Inge Geldner
Inge Geldner:
Es hat den Anschein, als ob sich seit 10 Jahren Ihre Gedanken, Gespräche und Pläne fast ausschließlich um Uganda drehen. Sie erzählen vom Leben der Menschen dort und speziell von "Ihrer" Region Mukono/Kayunga, nahe dem Viktoria See, mit subtropischer Vegetation, etwa 1000 m hoch gelegen und vom Äquator durchschnitten. Dabei berichten Sie von Schulen auf dem Lande und im Busch, von den Kindern und den vielen Waisenkindern, deren Eltern und Pflegeeltern, viele des Lesens und Schreibens unkundig sind. Doch alle sind voller Sorge um bessere Schulen und mehr Bildung für ihre Kinder. Uganda gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Die Betriebsamkeit in den Städten täuscht; auf dem Lande herrscht Not und auch Hunger. Sie, Herr Georg, versuchen zu helfen, sammeln Geld für feste Schulgebäude, für Schulspeisung, Wassertanks für Bänke etc. Ihr eigener Anteil an den zur Verfügung stehenden Mitteln ist nicht unerheblich. In Gemeindebriefen haben wir des öfteren darüber berichtet, so dass Sie für unsere Leser kein Unbekannter sind. Heute fragen wir, wie Heinz Georg, heute 80 Jahre alt, zu dieser nicht alltäglichen Aufgabe gekommen ist und welche Pläne er für 2008 hat. War der Anfang letztlich nur ein Zufall?
Heinz Georg:
Geboren wurde ich im Dezember 1927 in einem kleinen Dorf im Vogelsberg, wo mein Vater damals in einer einklassigen Volksschule als Lehrer tätig war. Später lebten meine Eltern, mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich in Friedewald bei Bad Hersfeld und in Karlshafen in Nordhessen. Mit 16 Jahren musste ich als Luftwaffenhelfer weg von der Schule und 1944 als Soldat in den Krieg ziehen. Nach Kriegsende und Gefangenschaft saß ich wieder auf der Schulbank bis zum Abitur. Es folgten eine Lehre als Maurer und ein Studium an der TH in Darmstadt, Fachgebiet Bauingenieurwesen. Bauen wurde so zum Lebensinhalt bis auf den heutigen Tag. Meine Mutter wünschte sich ihren Sohn als Missionar. An meiner Mutter Wunsch denke ich heute noch, wenn ich in Afrika an der Rezeption eines Hotels nach Zimmern frage und die "missionary rate" ins Gespräch bringe.
Die Referendarzeit absolvierte ich bei der Bundesbahn. Nach dem Examen begann ich mein Berufsleben als "Leiharbeiter". Ich ging für 3 Jahre als Assistent an die TU Berlin. Ähnliche "Ausflüge " folgten mit Arbeiten für ein Ingenieurbüro, die Weltbank in Washington und für die UN in Genf. Von dort erhielt ich den Auftrag, nach mehrjährigen Unruhen in Uganda einen Zustandsbericht über das Berufsschulwesen in diesem Land zu erstellen.
Nach meiner Pensionierung wurde ich von einer Uganda-Initiative in Witzenhausen im Rahmen einer Städtepartnerschaft mit Kayunga/Uganda zu einer Gruppenreise dorthin eingeladen. Ohne große Begeisterung schloss ich mich an, nicht ahnend, dass damit Weichen für mein späteres Leben gestellt waren. Es entwickelten sich Verbindungen vor allem zu den Städten Kayunga und Mukono.
2003 wurde der "GERMANY – UGANDA HAND IN HAND e.V. gegründet. Verstärkt galt unsere Aufmerksamkeit den sogenannten Schulen im Busch. Allein im Mukono/Kayunga-Distrikt waren ca. 200: eine typische Schule bestand aus einer Tafel am Mangobaum, Kinder waren bestenfalls unterm Sonnendach. Hier die Welt zu verändern wurde eines unsrer Ziele. 2007 wurden mit unsrer Hilfe 20 Schulen errichtet, für 2008 sollen es ebenfalls 20 Gebäude werden. Alle liegen dort, wo noch nie ein weißer Mann oder eine Hilfsorganisation aufgetaucht sind. Es ist unsere Erfahrung, dass es möglich ist, im Busch Afrikas Dorfgemeinschaften zu mobilisieren für einen Schulneubau oder auch für eine Kirche. Man muss den Menschen nur helfen, Vertrauen in ihre eigenen Kräfte zu setzen und Hoffnung auf eine bessere Zukunft stärken. Gelingt das, werden Ziegelsteine gebacken, Fundamente ausgehoben, Arbeiter verpflegt und Wasser herbeigeschafft. Für uns bleiben, Zement, Bauholz, Dachplatten, Stahl, Fenster, Türen und Bänke zu finanzieren. Damit wollen wir, der Verein und ich, fortfahren, solange Gott uns dazu Gesundheit und Kraft gibt.
In Afrika gibt es noch viel zu tun – darüber zu reden, reicht nicht aus.
Heinz Georg ist am 23. Juli 2009 gestorben. Seine Trauerfeier stand unter dem Bibelwort:
„Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“






